Mit dem

Kalender 2011

wollen wir Sie, wieder unter Motto
einst und jetzt,
auf Interessantes und Schönes jenseits der Grenzen unserer Stadt hinweisen.

..schaut rings umher..
(Grillparzer: König Ottokars Glück und Ende, dritter Aufzug. Ottokar von Hornek')

Wir wollen damit den Blick auf die Region lenken, die in diesem Jahr durch die Landesausstellung eine gewisse Aufmerksamkeit erhält.

Wir danken Frau Pointner ("Cafe Eckerl") und der Fa. Serringer. Sie haben uns beim Verkauf des Kalenders sehr unterstützt

Durch Anklicken der einzelnen Medaillons erhalten Sie den vergrößerten Ausschnitt der Karte.

Jänner,  Marchegg
Im 13.Jhdt. entstand innerhalb der Stadtbefestigung (1268 von König Ottokar gegründet) eine Wasserburg. Mitte des 16.Jhdts.erwarb die Familie Palffy die Burg und gab ihr im 17. Jhdt. das barocke Aussehen . Das Gebäude verfiel, 1950 rettete die Gemeinde Marchegg das Sch.loß vor dem Abbruch und setzte Teile davon wieder in Stand. Vorübergehend war ein Jagdmuseum untergebracht. Jetzt werden fallweise Ausstellungen angeboten.

Februar,  Eckartsau
Ursprünglich als Wasserburg errichtet, wurde die Anlage von Fischer v. Erlach zum Jagdschloss umgebaut. 1760 erwarb Kaiser Franz I. den Besitz. 1918 war Eckartsau der letzte Wohnsitz des Kaiserpaares Karl I. und Zita. Seit 1919 ist das Schloss im Besitz der Republik. In den letzten Jahren wurde der Schlosspark nach Originalplänen wieder hergestellt. Derzeit ist das Schloss Sitz der Verwaltung der österreichischen Bundesforste.
März,  Rohrau  
Bereits im 13. Jhdt. urkundlich erwähnt, erwarb die Familie Harrach 1524 das Schloss. Die schweren Schäden, bedingt durch die Türkenkriege, wurden im 17. Jhdt im Renaissancestil behoben. Seit 1966 steht die Harrach'sche  Gemäldegalerie,die größte Privasammlung Österreichs, den Besuchern offen. Das Schloss ist auch Schauplatz der "Haydn-Tage".
April,  Prellenkirchen
In einer Teilungsurkunde aus 1450 werden die Brüder v. Kranichberg als Besitzer von Prellenkirchen ausgewiesen. Um 1600 war Fr. v. Dörr  Besitzer von Prellenkirchen und Deutsch Altenburg, Prellenkirchen wurde lutherisch. 1700 erwarb Rudolf v. Katzky, Edler v. Ludwigsdorff die Herrschaft. Nach einem wirtschaftlichen Niedergang erwarb 1966 die Gemeinde das Areal und errichtete in den  folgenden Jahren darauf die Volksschule, das Kulturhaus und die Gebäude der Feuerwehr

Mai,  Petronell
Im 11. Jhdt erstmals erwähnt, wurde die mittelalterliche Wasserburg um 1670 für die Familie Abensberg-Traun im Stile des Frühbarock ausgebaut. Um 1960 war für einige Jahre das Donaumuseum  im Schloss untergebracht. 
Nach 17 Generationen im Familienbesitz wurde das Schloss 2006 verkauft.
Juni,  Deutsch Altenburg
Der derzeitige Bau wurde im 17. Jhdt. als Wasserburg errichtet. Nach mehreren Besitzerwechsel erwarb die Familie Ludwigsdorff das Schloss., es erhielt seine heutige Gestalt. Nachdem schwere Kriegsschäden behoben wurden, war kurzfristig das Afrikamuseum mit Trophäen von E.Zwilling untergebracht.
Juli,  Schloss Hof
Im 12. Jhdt erstmals als Besitz der Eckartsauer erwähnt. 1725 erwarb Prinz Eugen die Anlage und ließ den Bau von Lucas v. Hildebrandt zum Barockschloss erweitern. Nach dem 2. Weltkrieg waren Soldaten der roten Armee untergebracht. Umfangreiche Restaurierungen waren notwendig um den Bau und die berühmten Gartenterrassen nach den 2005 aufgefundenen Originalplänen wieder in der alten Pracht erstehen zu lassen.
August,  Hainburg
Um 1750 begann Graf Bethlen mit dem Bau des Neuen Schlosses, Graf Bathany vollendete den Plan.
Das Schloss steht vermutlich an der Stelle eines Herrenhauses derer v. Rottwitz aus dem Jahre 1550. Um 1800 erwarben die Bürger von Hainburg den Besitz und verkauften ihn bald an den Freiherrn v. Fellner. Nach Um- und Erweiterungsbauten bezog 1860die "Officiersaspirantenschule " das Gebäude. Die Devastierung durch die russische Besatzung machte den Abbruch der Kadettenschule notwendig.
September,  Orth
Der mächtige Bau aus dem 12. Jhdt wurde durch die Türkenkriege zerstört und durch Graf  Salm neu errichtet. Um 1800 erwarb Kaiser Franz I. den Besitz. Im Schloss war einst das Fischereimuseum untergebracht. Heute dient es als Besucherzentrum des Nationalparks.
Oktober,  Wolfsthal
Das heutige Tudor-Schloss wurde im Mittelalter als Wasserburg errichtet. Im Jahre 1544 kam es in den Besitz der Familie Walterskirchen, wurde 1790 barockisiert und bekam 1890 die heutige Fassade.

November,  Niederweiden
Die Wasserburg Grafenweiden war Sitz der berüchtigten Raubritterin Gertrud v. Rohr. 1690 ließ Rüdiger Graf  Starhemberg durch Fischer v. Erlach  das Schlösschen bauen. Um 1900 wurden wertvolle Teile des Inventars in das Augartenpalais und das Hofimmobiliedepot überstellt. Nach der Instandsetzung und Privatisierung 2002 wird das Haus für Ausstellungen und Veranstaltungen verwendet.
Bild links: Niederösterreichische Landesbibliothek, Topographische Sammlung.

Dezember,  Kittsee
Das Schloss wurde Anfang des 17.Jhdts. errichtet und wenig später zur heutigen Anlage ausgebaut. Das barocke Aussehen erhielt es unter Paul Esterhazy. Batthany-Strattmann nahm Anfang des 20. Jhdts letzte Veränderungen vor. 1969 erwarb die Gemeinde Kittsee die Anlage. Heute zeigt das Ethnographische  Museum Beiträge zur Volkskultur  Ost- und .Südosteuropas
Bild links: Landesarchiv Burgenland
 
Zwölf Medaillons auf dem Deckblatt zeigen jene Orte, deren Schlösser im Inneren abgebildet sind. Es sind Ausschnitte aus der 
Perspectiv-Karte des Erzherzogtums Österreich unter der Ens
von Franz Schweickhardt Ritter v. Sickingen 

Georg Matthäus Vischer hat 1672 in der Topographie archiducatus Austriae Inferioris moderne zahlreiche Orte, Burgen und Schlösser in Niederösterreich abgebildet. Seine Kuperstiche stellen oft deren ältesten Ansichten dar. Die Bilder der Kalenderblätter  Jänner bis Oktober sind seinem Sammelwerk entommen.