Der Kalender (Format 30X60cm) enthält vorwiegend Bilder von idyllischen Ansichten in und um Hainburg.

Das Titelblatt des Kalenders zeigt einen kolorierten Stich von J.J.Kirchner um 1873

In 14 Teilen werden markante Denkmäler aus Hainburg und Umgebung abgebildet.
Von links nach rechts findet man:

1. Reihe: die Einsiedelei am Schloßberg, der Turm beim Schützenhof, der Eingang zur Burg, die Marienkirche in BDAltenburg, dass Heidentor
2. Reihe: das Ungartor, Hainburg von der Au aus, das Wienertor,
3. Reihe: die Ruine Theben, die Mariensäule, das Fischertor, der Judentempel (Synagoge), die Ruine Röthelstein.

Einige Mitglieder der Hainburger Autorenrunde haben zu den Bildern ihre Gedanken formuliert.

Jänner
Das Fischertor 1914, Adalbert Schmidt

Das kleinste unter den Hainburger Stadttoren am Ende der Blutstiege oder Fleischergässchen öffnet die Stadtmauer gegen die Donau hin.
Das Tor wurde 1683 vielen Menschen der Stadt zum Verhängnis. Der Überlieferung nach soll es bei der Erstürmung der Stadt durch die Türken verschlossen gewesen sein, sodass den Flüchtenden der Weg über die Donau versperrt war. Nach dem Gemetzel waren die Leichen in ihrem Blut mehr als 1m hoch aufgetürmt. 8000 Personen sind der Katastrophe zum Opfer gefallen .
Unter den Überlebenden, die sich in einem Rauchfang verstecken konnten, befand sich auch der Großvater Joseph Haydns.
Februar
Die Zehetnergasse (Grüßergassl), W.Wallner um 1960

Diese Gasse stellt einen Teil des rechtwinkeligen Straßennetzes, welches  von der Hauptstraße, der Hauer- und Oppitzgasse in west-östlicher Richtung und der Kirchen-  und Zehetnergasse in Nord-Südrichtung gebildet wird, dar. Die letztgenannten verbanden den alten Siedlungskern auf der Hochterrasse mit dem neuen Zentrum.

Der Name "Grü0ergassl" rührt daher, dass zwei sich Begegnende wegen der Enge der Gasse unbedingt grüßen mussten, wollten sie nicht als unhöflich gelten.
März
Ruine Röthelstein, Maler Unbekannt, um 1890

Die Burg Röthelstein wurde erstmals 1180 urkundlich erwähnt. Die ersten Burgherren waren Ministerialen der Vohburger, eines mächtigen Adelsgerschlechtes.
Im 15. Jhdt. war die Burg Sitz des Raubritters Ledvenko, der den Schiffsverkehr auf der Donau durch Sperren blockierte.
Im 16. Jhdt. verfiel die Burg und das angrenzende Dorf Rotenstein . Um 1700 werden die Anlagen bereits als öd bezeichnet.
Mai
Der Fabriksplatz,    K.Schrom, 1943
Juni
Das Langhäusl,    P.Jahn, um 1940
April
Hainburg,   W.Wallner, 1948
Juli
Die Wienerstraße,   C.R.Rädler, 1938
August
Der Beginn der Babengersterstr., K.Schrom, 1943
September
Hainburg um 1830,    Maler unbekannt
Oktober
Schiffsmühle,   A.Amon, 1905
Dezember
Die Donau,   S.Wal, um 1950
November
Ungartor,   Unbekannt, um 1880

Um 1240 errichtet, um 1290 erhöht ist das Tor noch auf die ursprüngliche Hauptstraße -  die Alte Poststraße -  hin ausgerichtet.
Ein "Lindwurm", der an der Stadtinnenseite des Tores zu sehen ist, entpuppte sich erst in den letzten Jahren als Rest einer Jupiterstatue, vermutlich vom Heiligtum auf dem Pfaffenberg
Im Vordergrund sind Reste eines Torzwingers, von dem nur mehr der rechte Teil erhalten ist , zu sehen.
Heute dient das Tor den Hainburger Pfadfindern als Heimstätte.