Steine der Martinskirche?

Im April 2004 wurden in der Hauergasse (einer der alten Straßenzüge der Stadt) beim Abbruch eines alten Hauses zufällig einige beachtenswerte Steine entdeckt. Das Denkmalamt wurde informiert, die Steine unter Wahrung der Rechte des Eigentümers unter Schutz gestellt.

Das Abbruchmaterial, zum baldigen Zerkleinern auf   dem Gelände der Fa. Omega-Bau deponiert, wurde mit freundlicher Unterstützung der Firma sorgfältig abgetragen. Steine, an denen  menschliche Bearbeitungsspuren festzustellen waren, wurden vom Bagger seitlich gelagert, der Rest im Shredder verarbeitet.

 Nach drei Tagen waren etwa 150-200 Stücke von Vereinsmitgliedern aussortiert und von der Stadtgemeinde Hainburg am Lagerplatz neben der Hauptschule abgelegt.

Fachleute des wissenschaftlichen Beirates und des Bundesdenkmalamtes stufen den vermutliche aus einem mittelalterlichen Sakralbau stammenden Fund als sehr beachtlich ein

           

Die mögliche Bedeutung und der gute Erhaltungszustand der Steine fordern

1. eine trockene, geschützte Lagerung, die
2. auch eine Begehung und anschließende Untersuchung ermöglicht..

Um beide Probleme bemüht sich der Verein  in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Hainburg. Selbstverständlich sollten auch jener Funde, der schon jahrelang auf dem oben erwähnten Lagerplatz bezw. an verschiedenen öffentlichen Plätzen abgelegt sind, in diese Bemühungen einbezogen werden.



Im Herbst 2004 wurden die bemerkenswertesten Steine des Fundes von MMag. Ronald Woldron im Auftrag des Bundesdenkmalamtes ausgesondert, katalogisiert, auf Paletten gehobenen und in das Depot der N.Ö. Landesregierung (ehemaliges PTG Gebäude - Donaulände) gebracht. Sie sind damit geschützt und sicher verwahrt.
Die Arbeiten an den 40 Paletten und deren Transport wurde von Gemeindebediensteten durchgeführt.

 


 

Ende März 2005 wurde eine Teil der Steine in das ehemalige Bierdepot am "Sauzipf" gebracht. Sie sind somit für eine wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich. Wegen dieser Bearbeitung wurde Kontakt mit
Univ. Prof. Dr. Marina Döring-Williams
vom Institut für Architekturgeschichte und Bauforschung an der TU Wien aufgenommen.

Wir danken der AUSTRIA-TABAK AG für die Möglichkeit, das Depot für diese Untersuchung zu verwenden.

13.Mai 2005    Ein Team des o.a. Institutes der TU Wien unter Leitung von Univ.-Ass. DI Robert Kalasek... nimmt probeweise die Vermessung eines Steines mit einem Laserscanner vor.

DI. Kalasek, Irmfried Mayer, Robert Müller

Auswertung am Rechner



Am 2.Sept.2005 hat der Verein von der Stadtgemeinde Hainburg die Genehmigung erhalten, 
ein Konzept zur Nachnutzung des "Staudingerhauses" zu erstellen.

Am 10.Aug. 2006 hat die Stadtgemeinde Hainburg dem vom Verein erstellten Konzept zur Nachnutzung des "Staudingerhauses" aus zum Teil nicht näher bezeichneten Gründen die Unterstützung entzogen.




Ende Dezember 2007 hat der Verein bei der Stadtgemeinde schriftlich das Interesse deponiert, an der Planung einer Nutzung des Wasserturmes und an der praktischen Umsetzung dieser Vorstellungen mitzuarbeiten. Mitte Jänner 2007 hat die Stadtgemeinde darauf positiv reagiert und uns zu Gesprächen eingeladen, bei denen die Vorstellungen abgeklärt werden sollen.

Die Geschichte des Vereines ist eng mit dem Wasserturm verknüpft. Wir haben daher stets eine gewisse Verantwortung für dieses markante Bauwerk empfunden und daher schon in den Jahren 2002 und 2003 mehrmals ähnlich gehaltene Schreiben an die Gemeinde gerichtet. Die damaligen Reaktionen waren allerdings wenig ermutigend sodass wertvolle Jahre vergingen, in denen sich der ohnehin schlechte Zustand des obersten Geschosses weiter verschlimmerte.
Der Orkan "Kyrill" hat am Dach des Turmes beträchtlichen Schaden angerichtet.

Wir werden Sie über die Entwicklung dieses Vorhabens im Menüpunkt "Wasserturm"  auf dem Laufenden halten.


Ende April hat Frau Irmfried Mayer ihr Studium mit der Vorlage der Diplomarbeit und den dazugehörigen Diplomprüfungen erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren Frau Dipl.Ing. Mayer.
Eine Kopie der Arbeit steht uns zur Verfügung