Wasserturm

Die Geschichte

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Geschichte

Der achteckige Wasserturm, der Name rührt von seiner Lage an der Donau - beim Wasser- und hat nichts mit einer Wasserversorgung zu tun, trug in alter Zeit den Namen Götzenturm. Er ist der mächtige Rest des "Götzenhofes" - eine der Stadtburgen, die von hochrangigen Ministerialen der Babenbergerfürsten innerhalb der Stadtmauern errichtet wurden.

Der Turm, wie er jetzt zu sehen ist, wurde in mehreren Bauphasen errichtet.

  • Der romanische Turm wurde in den Jahren 1220/1240 errichtet und hatte ursprünglich  3 Geschoße. Im zweiten Obergeschoß sind noch zwei vermauerte Zinnen des ehemaligen Abschlusses zu sehen.

 

  • Um 1240/1260 wurde ein weiteres, repräsentatives Geschoß mit rundbogigen Biforenfenstern aufgesetzt. Zwei davon sind noch erhalten

    Ein in dieser Bauphase verwendeter Holzbalken konnte genau datiert werden, die Fichte wurde im Winter1239/1240 gefällt.
  • Nach einem teilweisen Einsturz kam es im spätgotischer Zeit zum Wiederaufbau. Ein mit einer Zugbrücke versehender Hocheingang  in das erste Obergeschoß eingefügt, durch diesen Eingang betritt man heute den Turm.


    Gegen Ende des 15.Jahrhunderts wurde wegen der erhöhten Sicherheit gegen Feuerwaffen um das Erdgeschoß ein Erdwall aufgeschüttet und das innere mit Erdreich verfüllt.


  • Um 1939 bekam der Turm einen Holzaufbau mit  pyramidenförmigem Dach


2008-2011 wurde das Innere des Turmes neu gestaltet, er erhielt sein jetziges Aussehen.

Aufnahme um 1900

Der Dachaufbau wurde wurde in den Jahren 1930-40 errichtet. Nach dem Krieg wurde der Turm für Photoausstellungen und Heimstunden für diverse Jugendgruppen verwendet.

Einige Jahre diente der "Götzenturm" auch als gewiss einzigartige Wohnung
Aufnahme um 1960

Der Turm hat in jüngster Zeit (2001/2002) eine für die Stadt einschneidende Bedeutung erlangt.
Die dazu gehörigen Ereignisse sind für viele Mitbürger unserer Stadt noch nicht bewältigt.
"Man kann nicht ruhig darüber reden". (Hans Weigl) 

Diese Seite wird .. vielleicht.. in Jahren über einen Teil der Geschichte Hainburgs aus der Sicht
von Zeitzeugen berichten. Ein erster Versuch fand 2012 im Rahmen einer Broschüre  Zehn Jahre statt

Die folgenden Zeilen wurden im Hinblick auf die Ziele des Vereins .."zur Erhaltung des historischen Erbes unserer Vorfahren beizutragen.." verfasst.

Foto G.Urban

Der Wasserturm sollte in modern gestaltetes Nationalparkgebäude integriert werden.
Die obere Skizze zeigt den Blick auf den Turm, etwa von der gleichen Stelle wie im linken Bild.
Bei einer Befragung im Jahre 2002 haben sich mehr als  60% der Teilnehmer gegen dieses Projekt ausgesprochen, es wurde daraufhin nicht realisiert.

Die Kulturerbe-Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren mehrmals um die Möglichkeit bemüht, im Turm dringend nötige Arbeiten verrichten zu können. Wir wollten zumutbare Bedingungen schaffen, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, den Turm zu betreten. Aus Gesprächen wissen wir, daß selbst viele Hainburger noch nie den herrlichen Ausblick von der - leider sehr desolaten - obersten Etage erleben konnten. 
Die Situation war grotesk. Der Verein wollte Bemühungen in dieser Richtung setzen, durfte aber nicht, der Eigentümer durfte natürlich, sah aber dem fortschreitenden Verfall zu.
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Ende 2006 kam Bewegung in die verfahrene Situation. 
Die Stadtgemeinde reichte im Zuge der "Stadterneuerung" die Neugestaltung des Dachaufbaues als Projekt ein. Vorbild war dabei die Gestaltung des mittelalterlichen Wehrturmes im Palterndorf (bei Hohenau an der March).
Der Verein bekam, nach einem weiteren Versuch, die oben angedeuteten Ziele zu realisieren, positive Signale. In Gesprächen mit der Stadtgemeinde muss nun das weitere Vorgehen abgeklärt werden.