Die Entstehung:

Besucher des Wasserturms sehen den Strom meist ruhig und gleichmäßig im wohldefinierten Flussbett.
Passagier- und Frachtschiffe nützen ihn als  günstigen Transportweg, Paddlern gibt er Möglichkeiten zur  Ertüchtigung und Erholung.
Der Auwald als wesentlicher Bestandteil des Nationalparks grenzt den Blick im Norden ein, der markante Bahndamm im Süden schützt die Stadt Hainburg vor immer wiederkehrenden Hochwässern.

Von den vielen Gedanken, die  auf den Beobachter einstürmen, haben wir jene über die Schifffahrt herausgegriffen und einige Aspekte, wenn möglich in Zusammenhang mit unserer unmittelbaren Umgebung, beleuchtet.

Besonderer Dank gilt Herrn J.Hartberger und seinen Freunden, ohne deren leidenschaftliche Begeisterung für das Thema, verbunden mit zeitraubenden Arbeiten, die kleine Schau nicht zustande gekommen wäre.






  
Schifffahrt

Die ca. 200 Jahre alte Karte von Schweickhardt v. Sikkingen zeigt die Donaulandschaft um Hainburg Jahre vor der Regulierung. Die Probleme, die der sich ständig ändernde Lauf des Flusses   für die Schifffahrt brachte, die auch bei geringeren  Wassermengen auftretenden Überschwemmungen wurden durch die Regulierung Mitte des 19.Jhdts. beseitigt.


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Flöße wurden auch auf der Donau als Transportmittel eingesetzt. Am Zielort wurde das Floß zerlegt und als

Floss

Noch zu Beginn des 20.Jhdts. wurden landwirtschaftliche & mit Booten in die nächsten Städte gliefert.

Pferde

Pferde zogen die beladenen Kähne stromaufwärts der Name "Treppelweg" erinnert noch daran.

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Im Jahr 1870 begann die Regulierung der Donau um den Hochwasserschutz zu verbessern und die Schifffahrt zu erleichtern

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Die Rollfähre zwischen Bad Deutsch Altenburg und Stopfenreuth war lange Jahre die einzige Verbindung der beiden Ufer östlich von Wien. 1970 wurde sie nach einem Fährunglück eingestellt. Die neu errichtete Donaubrücke entsprach dem steigenden Verkehrsaufkommen.

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Lastkähne wurden von einem Motorschiff gezogen. Auf jedem Kahn waren mehrere Personen zur Steuerung nötig. (Die Analogie zu pferdegezogenen Fahrzeugen ist nicht zu übersehen). Im Unterlauf der Donau konnten bis zu 10 Kähne gezogen werden.

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Steigende Personalkosten führten zu Schubschiffen. Die Kähne sind mit dem Motorschiff fest verbunden und werden ( ohne Personal) von diesem gesteuert.

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Bis ins 19.Jhdt.wurden noch in der Nähe von Wien Huchen oder Hausen (eine Störart) gefangen. Heute werden gelegentlich kapitale Welse aus dem Wasser gezogen. Dieses jüngst gefangene Prachtexemplar wog 64kg und war& 2,02m lang. Nach nötiger Dokumentation (niemand hätte dem Glücklichen geglaubt) wurde der Wels wieder in die Freiheit entlassen.



Diese Bilder und Texte sind nur eine kleine Auswahl der Exponate und Informationen, die im Wassertum gezeigt werden. Für einen Besuch sollten Sie eine Stunde einplanen, sie ist, so glauben wir, gut investiert.

Wir wünschen Ihnen viel Freude.
Die Ausstellung ist an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 18.00 geöffnet.
Eintrittskarten zum Preis von  3€ sind im Turm erhältlich, Kinder frei.