2008


In den ersten Monaten des Jahres 2008 wird die Gemeinde Hainburg in Zusammenarbeit mit dem Verein die Erneuerung des Aufbaues und Reparatur des Daches durchführen.

Wir haben die Aufgabe übernommen, das oberste Geschoss weitgehend auszuräumen, d.h. wir werden Verputz, Schilfmatten, Heraklitplatten von den Außenwänden, der Decke und den Zwischenwänden entfernen Das Material wird auf bereitgestellte Anhänger verfrachtet und von Arbeitern der Gemeinde entsorgt.
Diese Arbeit muss bis spätestens Mitte März erledigt sein.


Die Bilder zeigen einige Zwischenstationen der Arbeiten. Decken und Wände sind teilweise freigelegt, die desolate Außenhaut des Aufbaues ist im mittleren Bild deutlich zu erkennen. Überrascht hat uns ein verlassener Bienenstock in einem der Hohlräume zwischen den Wänden, die Waben waren voll von Honig, die Tiere haben die Ruhe des Turmes für ihre nützlichen Ziele verwendet.

Nach Abschluss unserer Vorarbeiten sieht man erst, wie groß der Raum eigentlich ist

In der 11. Woche wurde der Turm eingerüstet. Das Gerüst, ursprünglich nur für Arbeiten von Dachdecker und Zimmermann vorgesehen, wird nun für ebenfalls nötige Sanierungsmaßnahmen an den Außenmauern des Turmes verwendet.
Der Verein beteiligt sich an diesen zusätzlich anfallenden Kosten mit einem Betrag von 
10.000 €.

In der 12. Woche begannen die Arbeiten im Obergeschoß. Die Dachdeckung wurde entfernt, mit Planen ein provisorischer Regenschutz geschaffen, alle Hölzer an der Außenwand entfernt und durch neue ersetzt, an der Nordseite des Turmes hat sich die gesamte Konstruktion um mehr als 5 cm gesenkt, da die tragenden Balken vermorscht waren. Der Dachstuhl wurde angehoben und neue Balken eingezogen.


In der 13. und 14. Woche wurden Fenster eingesetzt und die Wände isoliert. Die Ziegellattung wurde entfernt und durch eine Bretterschalung ersetzt. Einige funktionslose Verbindungsbalken wurden abgetragen, die Konstruktion des Dachstuhls kommt gut zur Wirkung.
Mitarbeiter des Ateliers E.Pummer (Rossatz) begannen, von den Außenseiten mit Hochdruckreinigern Schmutz und Moos zu entfernen.
Ende April waren die Arbeiten der Fa. Rehberger (Dachdecker, Spengler) fertig.'

Beim Entfernen des Fußbodens und der Beschüttung fanden wir alte Zeitungsreste. Bei einem der Blätter war das Datum zu erkennen. Der "Völkische Beobachter" vom 15. Jänner 1939 lässt den Schluss zu, dass dieser Teil des Bodens nicht später als im Winter 1938/39 verlegt wurde. Dieses Datum stimmt mit der verbreiteten Annahme der Errichtung des hölzernen Aufbaues knapp vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges überein.


Mitte Mai waren die Zimmermannsarbeiten fertig, das Gebälk des Dachstuhls vom Taubenkot gereinigt und das Gerüst demontiert, die Aufräumarbeiten konnten beginnen.
Da im Erdgeschoß des Turmes eine WC-Anlage eingebaut werden soll, müssen im Außenbereich einige vorbereitende Grabungen durchgeführt werden. In einem Arbeitsgang werden auch Strom und Wasser in der Turm geleitet.

Im Juni haben wir an behördlich vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen gearbeitet. Das Stiegengeländer musste kindersicher gestaltet werden ( eine für die öffentlich zugänglichen mittelalterlichen Bauten erstmalige Vorschreibung ).
Die elektrische Anlage (Fa. ULM) wurde so eingerichtet, daß auch im Falle eines Stromausfalls jeder Besucher gefahrlos den Turm verlassen kann. 
Der Fußboden der Aussichtsplattform wurde zu dessen Schutz und zur besseren Reinigung lackiert, der Dachstuhl nochmals gereinigt. Die vorhandenen Zwischenebenen - ohnehin schwer zugänglich - sind nun bis auf weiteres nicht mehr zu betreten.
Ende Juli wurde die Endreinigung durchgeführt, einer baldigen Eröffnung steht nichts mehr im Wege

Eine vereinsinterne "Inbesitznahme" und der Abschluß der ersten Ausbauphase fand am Freitag, dem 5. September im Rahmen des monatlichen Stammtisches im Wasserturm statt.

Die gemeinsam von Stadtgemeinde und Verein veranstaltete offizielle Eröffnung wurde am Freitag, dem 26.September durchgeführt.


Unter den zahlreichen Gästen konnten wir u.a.
Herrn Bezirkshauptmann Dr.Steinhauser,
Herrn Bürgermeister Kind
den Direktor des Nationalparks Mag. Manzano
begrüßen
Der Vorsitzende des Vereins gab einen kurzen Einblick in die Geschichte des Turmes. Er hob die gute Zusammenarbeit mit den Repräsentanten der Stadtgemeinde hervor. Das gemeinsame Anliegen erleichterte die Erledigung der notwendigen Aufgaben wesentlich. Der Verein beteiligte sich an den Kosten des Projektes mit ca. 25.000€ und 800 Stunden verrichteter Arbeit.
Herr BGM Kindl gab u.a. der Hoffnung Ausdruck, dass der Turm, in der Betreuung des Vereins, einen positiven Beitrag zur Hebung des Tourismus in unserer Stadt beitragen wird
und eröffnete den Wasserturm nach dem Abschluss der ersten Bauphase.

Bei dieser offiziellen Eröffnung übergab Herr BGM Karl Kindl dem Verein ein etwa 1000-jähriges Stück einer Fichte, die im Jahre 1239 an der Außenwand des Turmes verwendet wurde. Die genaue Datierung erfolgte mit Hilfe der Dendrochronologie und wurde von 
MMag. R.Woldron veranlasst.

Folgende Firmen bzw. Personen haben mitgewirkt, um dem Turm das jetzige Aussehen: zu geben:

E: Pummer, Steinrestaurator, Rossatz
K.Rehberger, Dachdecker und Spengler, Hainburg
Ch,.Schäfer, Zimmerei, Höflein
Ulm GmbH, Elektroinstallation, Deutsch Altenburg.
Stadtgemeinde Hainburg, Bauhof
Mitglieder der Kulturerbegesellschaft.

Die finanziellen Mittel wurden aufgebracht von:

Land NÖ, Stadterneuerung,
Sparkasse Hainburg Privatstiftung,
Stadtgemeinde Hainburg,
Kulturerbegesellschaft.


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